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"Der Selbstbau eines Fischturmes"

Unsere Fische lieben ihren Aussichtsturm

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komplette Fischsäulen z.B. bei gartenteichdeko.de
oder bei gartentotal.de
fertig geklebte Zylinder z.B. bei kuslicht.de
Unser Teich mit Fischturm
Unser Teich mit Fischturm

Auf einer Landesgartenschau hatten wir irgendwann einmal einen Aussteller gesehen, der große Teichbecken präsentierte. In diesen Becken waren etliche Säulen installiert, die teilweise meterhoch aus dem Wasser ragten. Unglaublicherweise schwammen darin Fische - flogen gleichsam! Das war fantastisch anzusehen.

Nachdem wir nun vor ein paar Jahren selbst einen kleinen formalen Teich in unserem Garten angelegt hatten, erinnerten wir uns wieder daran und waren der Meinung, so etwas müsste sich doch auch relativ einfach selber bauen lassen.

Im Folgenden haben wir unseren Fischturmbau kurz bebildert und beschrieben. Vielleicht ist der Eine oder Andere ebenfalls an so etwas interessiert, und kann sich hier ein paar Anregungen holen, oder die letzten Zweifel überwinden, ob er so etwas überhaupt angehen soll.
Ja, es lohnt sich! Es ist schön, den Fischen so toll zuschauen zu können.

Wie wir es gemacht haben - der Unterbau

Der Sockel
Der Sockel

Unser Teich ist ca. 1 Meter tief, sodass zunächst einmal geklärt werden musste, was wir als Unterbau für den Fischturm hernehmen könnten.

Zufällig war gerade von einem anderen Umbau ein KG-Doppel-Abzweigrohr DN 200/200/87° übrig, das ich kurzerhand mit der Stichsäge von seinen beiden beiden Abzweigen befreite. Auf diese Weise können die Fische relativ ungehindert hinduchschwimmen, bzw. in den Turm hinauf schwimmen.

Dieses Rohr setzten wir auf einen senkrecht aufgestellten Einkammer-Hohlblock-Schalungsstein mit den Maßen 20 x 49 cm. Befestigt wurde es ganz einfach mittels zweier starker Kabelbinder. Hierzu wurden am Fußende des Rohres sowie an den entsprechenden Stellen auf der Schmalseite im Betonstein je zwei Löcher im passenden Durchmesser gebohrt.

Damit der raue Betonstein die Teichfolie im Laufe der Zeit, bzw. durch Schieben o.ä. nicht durchlöchert, musste dieser mit einem Schutz ummantelt werden. Zu diesem Zweck wurde kurzerhand ein Rest der dicken Teichfolie etwas in Form gebraucht, Löcher gestanzt und um die ganze Unterseite des Betonsteins gewickelt. Zusammengehalten wird die Ummantelung ebenfalls mit ein paar Kabelbindern, die durch die passend gestanzten Löcher geführt werden.

Die Glasröhre

Übergang vom Glaszylinder auf den Sockel
Übergang vom Glaszylinder auf den Sockel

Das eigentliche Problem in der Beschaffung war die Acrylglas-Röhre selbst. So dachten wir jedenfalls. Nach einer Internet-Recherche stellte sich allerdings sehr schnell heraus, dass das überhaupt kein Problem darstellt.
Es gibt Anbieter wie Sand am Meer, die entweder Röhren, Platten und Kleber einzeln anbieten, oder bereits fertig konfektionierte Röhren in den gewünschten Maßen verkaufen, bis hin zu kompletten Fischsäulen (z.B. hier oder hier).

Beim Selbstbau gibt es die beiden Varianten "Selbst-Konfektionieren", d.h. die Einzelteile zuschneiden und verkleben. In diesem Video wird gezeigt, wie so etwas bewerkstelligt wird.

Wir hatten uns jedoch für den mittleren Weg entschieden, eine vorkonfektionierte Acrylglasröhre in den passenden Maßen 200mm x 500mm mit 6mm Wandstärke fertig geklebt zu kaufen.

Diese Röhre passt perfekt in die Öffnung des KG-Rohrs, dessen Gummidichtring wir entfernt hatten. Anderfalls wäre es nur sehr schwer möglich, den Glaszylinder zum Reinigen etc. wieder zu entnehmen, zumal ja das Gewicht der Wassersäule ebenfalls noch dazu zu rechnen ist.

Mit der Gesamthöhe des Sockelunterbaus von 98 cm bleiben somit noch ca. 2 cm bis zur Wasserlinie übrig. Das reicht aus, um den luftdichten Abschluss sicherzustellen, der notwendig ist, um die Wassersäule im Glaszylinder zu halten.

Das Aufstellen

Der fertige Fischturm im Teich
Der fertige Fischturm im Teich

Bei einem Glaszylinder mit diesen Abmaßen ist es noch ohne Probleme möglich, das Aufstellen ohne Entlüftungsstutzen und Vakuumsauger rein manuell mit Muskelkraft zu bewerkstelligen. Entsprechende Zugänglichkeit der Anordnung im Teich natürlich vorausgesetzt.

Dazu wird der gesamte Zylinder einfach untergetaucht und vollständig mit Wasser gefüllt. Anschließend wird er Unterwasser umgedreht und vorsichtig so weit angehoben, dass er - der untere Rand dabei immer unter Wasser! - auf das KG-Rohr aufgeschoben werden kann. Fertig!

Hin und wieder muss die Anordnung gegebenenfalls gereinigt oder für den Winter demontiert werden. Nach Entfernung des Gummidichtringes (s.o.) ist das Abheben der Glassäule kein Problem. Hinweise zum Reinigen und Hintergründe über die Wirkungsweise eines Fischturmes kann man hier nachlesen.

Mittlerweile sind unsere Fische allerdings so groß geworden, dass es fast sinnvoller gewesen wäre, einen etwas größeren Duchmesser für den Glaszylinder zu wählen - vielleicht 25 oder 30 cm - da sich die Fische fast nicht mehr umdrehen können.

Die Pflege

"Auch wir haben einen Fischturm, den unsere Fische sehr gerne annehmen und es macht wahnsinnigen Spaß den Fischen zuzusehen. Was mich aber verrückt macht, ist, die Säule zu putzen." So oder so ähnlich lauten Anfragen, die wir inzwischen immer wieder mal erhalten. Auch mich selbst treibt dieses leidige Thema immer dann um, wenn ich vor lauter grüner Algenablagerungen im Fischturm mal wieder gar nichts mehr erkennen kann.

Nun, die Geschichte mit dem Putzen ist in der Tat sehr, sehr lästig, ekelig und braucht Kraft und nerviges Geschrubbe. Aber ein einfaches Mittel dazu habe ich auch nicht parat. Allerdings hat mich eine Anfrage auf die Idee gebracht, es mal mit einer Acrylversiegelung mit Lotuseffekt zu versuchen. Nach ein wenig googeln bin ich auf zwei interessante Produkte gestoßen:

Ich habe es zunächst einmal mit letzterem Produkt von Number One versucht und war schlichtweg begeistert. Nicht nur, dass die meisten kleinen Kratzer und trüben Stellen im Plexiglas wieder durchsichtig geworden, bzw. ganz verschwunden sind und damit die ganze Röhre wieder wie neu aussieht. Auch das Putzen geht jetzt mit einem einfachen Lappen - ohne Bürste - sogar mit kaltem Wasser, und das auch noch ganz einfach, von der Hand. Es ist verblüffend!

Da mir entsprechende Langzeiterfahrungen fehlen, kann ich noch nicht sagen, wie oft die Behandlung wiederholt werden muss. Auch das andere Produkt möchte ich noch ausprobieren. Aber auf jeden Fall kann jetzt schon festgestellt werden, dass sich die kleine Mühe und die Geldausgabe lohnen. Auch unseren Fischen hat es nicht geschadet.

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Unsere Fische lieben ihren Aussichtsturm

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Hier sind noch ein paar Bilder vom Fischturm zu sehen, auf denen deutlich wird, wie gerne sich die Goldfische darin aufhalten.

Zwar hat es im ersten Jahr einer gewissen Gewöhnungszeit bedurft, zumal die Fische da auch noch relativ jung und schreckhaft waren. Aber bald hatten sie begiffen, dass es hier drinnen - besonders nach Sonnenuntergang - noch lange warm ist.

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letzte Aktualisierung: 19.03.2017                   © Kaudelka 2017